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Wer hat mit älteren Damen als Babysitter schon einmal Erfahrung gemacht?


Frage vom 26. Februar 2010

Liebe Mütter, die auch keine Eltern, Oma, Opa, Tante in der Nähe zum Kinderhüten haben...

Neulich war so ein Tag, an dem alles zusammenbrach: In der Nacht aufgewacht mit Bauchweh und klapprigen Beinen, die restliche Nacht im Bad verbracht, bei ausgefallener Heizung. Der Morgen danach fing mit Telefonieren an - auf der Suche nach einer Helferhand, die unser Kind zur Schule fährt - und auch wieder abholen würde. - Alle entweder auf dem Weg zur Arbeit, unerreichbar oder sogar selbst krank. Kind zum Nachbarn geschickt, der prompt eingesprungen und mit unserem Auto gefahren ist, als er mich Elend auf der Couch liegen (hängen) sah.

Abends, nachdem ich wieder Wasser im Bauch behalten konnte,  kam der Gedanke daran, wieder in die Heimat zu ziehen, um alle aus der Familie in der Nähe zu haben, denn allein der Gedanke, es könne ja mal jemand in der Not einspringen, hilft bestimmt auch schon im Unterbewusstsein...

Als die Trockenheit im Körper nachließ, wurde mir klar, dass ich ja nun nicht über Nacht einfach den Süden verlassen könnte, denn mein Sohn war ja gerade eingeschult worden...
Ich habe mir dann gedacht, wie wichtig es ist, dass ich einen verlässlichen Babysitter finden muss, mit Führerschein - und spontanem Zeitspielraum.

Ich hatte zwar vor kurzem versucht einen Babysitter für Nottage in der Nähe ausfindig zu finden, bin aber total hereingefallen, als sich eine ältere Dame vorstellte und ich mit ihr einen Probetermin vereinbart hatte: Wir fassten einen bestimmten Tag ins Auge, an dem sie unseren Sohn an der Bushaltestelle nach der Schule abholen und mit zu sich nach Hause nehmen würde. Ich sagte ihr, ich würde mich aber vorher noch melden, ob alles dabei bliebe. Unser Sohn wurde dann krank, sodass ich nicht wusste, ob es mit der ersten Abholung klappen würde, sodass ich bei der Dame anrief und sagte, ich müsse mich noch einmal melden, weil ich nicht weiss, ob es bei dem Tag bleibt, weil unser Kind stark huste. Wenn sie ihn abholen sollte, würde ich mich melden, sagte ich ihr. Weil unser Kind die ganze Zeit krank war, habe ich vor lauter Aufregung die Dame ganz vergessen. Am besagten Tag rief sie an, weil sie an der Bushaltestelle zum Abholen gefahren war. Mein Mann war zuhause und fragte sie, ob sie die Mutter eines Kindes aus der Schule sei - er kannte sie ja überhaupt nicht, und wusste sowieso nichts von meiner Organisation. Sie antwortete ja, er dachte, sie ist die Mutter von einem kleinen Schulfreund, legte auf. Mein Mann sagte mir am gleichen Tag, die Mutter von Timo hätte angerufen. Ich rief dort an, ihr Mann sagte, er wüsste nicht, ob seine Frau angerufen hätte. - Eine Verkettung komplett! Kurz darauf rief die besagte Dame bei mir an, sagte, sie stehe schon seit zwei Stunden an der Bushaltestelle und wüsste nicht, wo mein Sohn bliebe und schimpfte los! Als ich es aufzuklären versuchte, wurde sie immer beleidigender! Anschließend erhielt ich eine Rechnung über zwei Stunden Zeitaufwand plus Fahrtkosten! ...Per Handy hatte sie mich nicht angerufen, obwohl ich sie gefragt hatte, ob sie ein Handy BENUTZT. (Von uns hatte ich ihr alle Telefonnummern gegeben!) Sie hat also zwei Stunden an einer Bushaltestelle gewartet - und hätte gar nichts getan, wenn unserem Sohn etwas passiert wäre! Leider hat sie auch keine andere wartende Mutter dort angesprochen, die sich alle von der Schule kennen...

Jetzt eben habe ich eine Alternative gefunden: Ein Online-Netzwerk für Kinder und Eltern, das die kostenlose Organisation von Kinderbetreuung und Krabbelgruppen durch die Vernetzung gleichgesinnter Eltern neu anbietet! Seit ein paar Monaten gibt es dieses Netzwerk, besteht inzwischen in 140 deutschen Städten.

Wer auch auf der Suche ist, hier ist die Seite: www.sitter-team.de

So findet sich vielleicht eine Lösung für jede Familie in gleicher Situation!

Viele Grüße sendet euch allen
emmi

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2 Antworten

Antworten

Antwort vom 27. Februar 2010

Betreuungshilfe

Liebe Emmi,
oh je,das ist so ein schwieriges Thema.Man vertraut einer fremden Person sein eigenes Kind an.
Wir haben damals unsere Tagesmutter/babysitter über eine Zeitungannonce gefunden.
Danach wurden persönliche Gespräche geführt,und dann habe ich auf mein Bauchgefühl gehört!
Wir sind mittlerweile froh,dass wir einige Leute in petto haben,die Kinder sind offen für alles und total unkompliziert.
Ich rate dir wirklich,dir jemanden zu suchen...es ist angenehm für dich ,und dein kleiner mann profitiert bestimmt auch davon!
Alles liebe,Katili
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Mein Avatarclaudius_kohrt
Antwort vom 1. März 2010

Gegenseitige Kinderbetreuung

Liebe Emmi,
ich bin Mitgründer von Sitter-Team und bin eben auf Deinen Kommentar gestoßen. Wir haben Sitter-Team mit dem Ziel ins Leben gerufen, das gegenseitige Helfen und Geben unter Eltern zu fördern. Freut mich sehr, dass Dir die Idee so gut gefällt. Wir bekommen insgesamt nur gute Resonanz von den Müttern und Vätern, die mitmachen.
Generell gebe ich Katili recht. Es ist so wichtig die eine Person für die Kinderbetreuung zu finden der man vertraut und auf die man sich verlassen kann. Da sollte man sich gut kennenlernen und öfters getroffen haben, bevor man sein Kind aus den Händen gibt. Und das von Katili genannte Bauchgefühl ist auch sehr wichtig.
Hoffe Du findest eine gute Betreuungsmöglichkeit für Deinen Max!
Melde Dich jederzeit wenn Du Fragen oder Anregungen zu Sitter-Team hast.
Liebe Grüße,
Claudius
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