Antwort vom 14. August 2007
Nicht dem Gruppenzwang erliegen, stark bleiben und tun, was man richtig findet!
Ich denke, man sollte stark bleiben und zu dem stehen, was man gut findet - und muss auch keine Angst haben, dass Kinder einen abwertend beurteilen, wenn man nicht soviele Geschenke vergibt, sondern zb. mehr Herz und Ideen in die Feier legt. Ich habe es gerade wieder selbst gemerkt, einmal bei der Feier zum 4. Geburtstag meines Sohnes, bei der wir extrem viel Energie in eine Schatzsuche samt selbstgebastelter Schatzkiste und aufregender Suche mit geheimnisvollen Botschaften gelegt haben. In der Kiste selber war für jedes Kind ein Traubenzuckerlolli (der sofort verspeist wurde) und ein einfaches Geschenkband mit einer durchbohrten Muschel, einer Holzperle und einer durchbohrten Münze daran. Das war dann auch das einzige Geschenk, das die Kinder mit nach Hause nahmen und sie waren so gefangen von der aufregend und "echt" gestalteten Suche und Kiste, dass sie - im Glauben, einen echten Schatz von echten Piraten" gefunden zu haben - keinerlei Mehrwert gebraucht hätten. Vollkommen zufrieden sind sie mit ihrem simplen Schatz abgezogen. Als zweite Erfahrung kann ich nur von der kurz danach stattfindenden Feier eines Freundes meines Sohnes berichten, bei dem jedes Kind als einzigen "Wert" einen Locher in Tierform (bei uns ein Schmetterling) bekam. Der Schmetterlinglocher geht jeden Abend mit Franz ins Bett, wird morgens als erstes in die Zeitung gehauen und ist sein größter Schatz. Sprich, wenn man ein gutes Geschenk findet, ist es egal, wieviel es wert ist und was es noch drumrum gibt.