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Eltern-Kind-Beziehung - Was kann ich als Mutter/Vater für die Beziehung zum Kind tun?


Frage vom 1. November 2008
Mit der Geburt eines Kindes ändert sich die gesamte Situation in der Familie. Ist es das erste Kind, so sind plötzlich hunderte von Entscheidungen zu treffen: Wie lange soll ich stillen? Was soll ich als erstes füttern? Wann muss mein Kind durchschlafen können? Natürlich gibt es für alle diese Fragen schlaue Ratgeber, nicht nur einen, sondern hunderte, mit ebenso vielen verschiedenen Antworten. Wie aber finde ich meinen eigenen Weg angesichts dieser vielen Fragen und Antworten? Und falls ich bereits einen Standpunkt haben sollte, darf ich mir selbst bei aller Ratgeberflut allein überhaupt noch trauen? Wie sich im Laufe der Zeit zeigen wird, gibt es gar keinen anderen Weg, als sich selbst zu trauen. Nachdem wir schon von der Schwangerschaft an lernen, dass wir eigentlich nie genug informiert sind, um eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen zu können, verlernen viele Eltern mit der Zeit, tatsächlich eigenverantwortlich zu handeln. Lieber stützen sie sich auf die Aussagen von Ärzten, Psychologen oder Lehrern, als selbst Stellung zu beziehen. Dies bedeutet, dass sie letzten Endes in wichtigen Dingen ihre Aufgaben als Eltern abgeben. Doch wie ist es möglich, angesichts der vielen Ratgeber und Fachbücher, doch die ?Oberhand? zu gewinnen und die Rolle als Elternteil selbstbewusst und selbstbestimmt zu leben? Die Technik des FOCUSING hilft dabei, die eigene Haltung in schwierigen Lebenssituationen zu klären, indem sie den Körper mit einbezieht. Bringen wir unser Kind zum ersten Mal in den Kindergarten und lassen es alleine dort, so haben wir Bauchdrücken oder einen Kloß im Hals, vielleicht laufen uns auch die Tränen über die Wangen, vielleicht fühlen wir uns auch beschwingt und heiter und könnten Luftsprünge machen. Im FOCUSING geben wir diesen körperlichen Regungen nach - sie dürfen da sein und werden akzeptiert. Meist bringt schon diese Haltung Wärme und ein Gefühl der Erleichterung. Darüberhinaus geht es aber nicht nur um das ?Lassen?, das Akzeptieren der Gefühle, sondern auch um deren tieferes Verständnis: Was für eine Art von Weinen ist das? Hat es mit dem unmittelbaren Abschied zu tun oder mit einer tiefen Trauer, die vielleicht schon viel länger in mir steckt? Oder was ist das für eine Heiterkeit in mir? ist sie so stimmig oder kommt noch etwas mehr dazu, wenn ich sie so da sein lasse? Das genauere Verständnis des eigenen Erlebens ist dabei meist schon der Schlüssel zum nächsten Handlungsschritt. Ein solcher im FOCUSING erarbeiteter Handlungs- oder Entwicklungsschritt ist auf die individuelle Situation angepasst. Meist geht mit ihm eine fühlbare Erleichterung einher. Im Gegensatz zu Ratschlägen, Tipps oder Informationen durch Ratgeber und Fachliteratur oder Diskussionsforen, wird es im FOCUSING möglich, einen Weg zu finden, der passgenau auf die persönliche Situation zugeschnitten ist. Text mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von Heinke Deloch, FOCUSING-Trainerin mit eigener Praxis bei Grafing/Nähe München. Heinke Deloch bietet Einzelstunden für FOCUSING an - speziell auch für Mütter oder Väter mit Kleinkindern - zur Arbeit an der Eltern-Kind-Beziehung. Erstkontakt per Mail: hdeloch@gmx.de Weitere Informationen gibt es hier: www.focusing.org/german.html Ich habe die FOCUSING-Methode gerade für mich ausprobieren dürfen: Ein Grund sie hier im Kreis vorzustellen! Bei Interesse gebe ich gern Auskunft über meine Ersterfahrung per Direktmailkontakt. emmi
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