Frage vom 22. Februar 2009
Vortrag und Seminar des Familientherapeuten Jesper Juul
zum Thema ''Was Familien trägt''
Vortrag am 31.03.2009 von 19:00 bis 21:30 Uhr ,
für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer u. a.,
Eintritt 10 EUR
Seminar am 01.04.2009 von 09:00 bis 17:00 Uhr,
für PädagogInnen und Fachkräfte in der Jugendarbeit.
Seminargebühr: 70 EUR, inkl. Mittagsimbiss
Veranstaltungsort: In den ''Ratsstuben Geretsried''
Anmeldung bei der VHS Geretsried, www.geretsried.de, Fon 08171 62 98 27.
Über Jesper Juul:
Juul, geb. 1948 in Dänemark, geht davon aus, dass ein Kind von Geburt an sozial und emotional ebenso kompetent ist wie ein Erwachsener. Diese Kompetenz, die sich entsprechend der kindlichen Reife äußert, muss ihm nicht erst durch Erziehung, d.h. durch die Eltern oder durch Institutionen, beigebracht werden. Traditionelle Erziehung, so Juul, benutzt überwiegend verbale Strategien. Dabei wird ignoriert, dass Kinder Verhalten durch Imitation lernen. Kinder müssen beobachten und experimentieren dürfen, dann fügen sie sich durch Nachahmung in die Kultur ein.
Ein ständiger Strom von Ermahnungen und Erklärungen bewirkt, dass das Kind sich dumm fühlt oder falsch. Die Botschaft, die gesendet wírd, lautet "Du bist nicht richtig". Damit wird dem Selbstbild und der Selbstachtung des Kindes großer Schaden zugefügt. Ein Kind kann sich dagegen nicht wehren.
Nach Juul konzentrierten sich Eltern und Experten regelmäßig auf das unangepasste Verhalten. Juul plädiert dafür, Kindern auf eine andere Art und Weise zu begegnen. Sein Konzept ist, herauszufinden, 'wer das Kind ist' und nicht zu erklären, 'warum es sich so verhält'. Dieses Vorgehen hält Juul für den einzigen Weg, eine tragfähige Beziehung zum Kind aufzubauen.
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