Antwort vom 30. September 2009
Kommunikation mit Lehrer
Liebe Christiane,
ich kann sehr gut verstehen, dass einen eine solche Aussage in Habachtstellung bringt, man versucht, sich zu sammeln und sachlich zu überlegen, wie man am besten reagiert und vorgeht! Das wäre bei mir ganz genauso.
Ich kenne nun die Lehrerin nicht und nicht den Ton, in dem sie die Aussage gemacht hat - ich würde aber versuchen, es nicht als Angriff oder In-eine-Schublade-stecken zu sehen, sondern als Chance, frühzeitig (gemeinsam) etwas tun zu können, falls an der Feststellung was dran sein sollte.
Insofern würde ich sie aktiv ansprechen! Hol sie mit ins Boot, erzähl ihr von Henri und seiner/Eurer Vorgeschichte (Logopädie und was Dir sonst noch wichtig erscheint) und biete ihr an, dass ihr zusammenarbeitet. Frag sie, was sie ihren Erfahrungen nach empfiehlt, was Du zuhause tun kannst, um sie zu unterstützen und sag ihr, was sie tun kann, um Dich zu unterstützen. Ich bin mir sicher, gemeinsam könnt Ihr viel mehr erreichen. Sie wird Deinen Henri umso weiter voranbringen, je besser sie ihn und Eure Tatkraft/Involviertsein kennt, als wenn er und Ihr eine Nummer unter vielen für sie bleibt. Sie wird sich dann auch umso mehr für ihn verantwortlich fühlen und in ihr Herz schließen und das ist schon die beste Voraussetzung, die Du haben kannst.
Immerhin scheint sie engagiert zu sein und den Mut zu haben, Dinge, die sie als problematisch sieht, anzusprechen - auch das spricht dafür, dass sie was bewegen kann und dass Henri bei ihr in guten Händen ist. Deswegen: aufspringen, einnehmen, zusammen weiter.... Alles Gute, liebe Schulkind-Mama-Christiane :-) giu