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Erstklässler - Umgang mit Lehrer-Feedback, Lautdifferenzierung


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Frage vom 30. September 2009
Hallo zusammenn,

die ersten Wochen in der neuen Schule sind gelaufen und langsam stellt sich Routine ein.
Ich habe gestern das erste Mal ein Feedback von Henris Klasssenlehrerin erhalten, sie meinte, er hätte "ja überhaupt keine Lautdifferenzierung und so könne er nicht schreiben lerrnen!" Was mich natürlich sofort in Habacht-Stellung gebracht hat. Zumal er bis vor fünf Wochen logopädisch behandelt wurde und die Therapeutin meinte, er sei inzwischen auf einem sehr guten Weg.

Meine Frage dazu: Wie würdet Ihr mit solch einem Lehrer-Feedback umgehen? Ducken und zu Hause trainieren? Aktiv auf die Klassenlehrerin zugehen und  gezielte Unterstützung einfordern? Ich habe große Sorge, dass mein Sohn gleich in eine Schublade gepackt wird und am End deshalb keine Chance hat...

Ich freue mich über Euer Feedback!
LG, Christiane
Gruppe: Erstklässler
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3 Antworten

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Antwort vom 30. September 2009

Lehrerfeedback

Ehrlich gesagt finde ich diese Art und Weise nicht gut.Rein pädagogisch sollte man ersteinmal das Gespräch mit den Eltern suchen , um bachgroundinformationen zu erhalten.
Man sollte auch davon ausgehen,dass man aufgeklärt wird.Z.B:Ihr Sohn hat da noch einige
Schwierigkeiten.Was halten Sie da und davon?
Ich würde auf jeden Fall selbst aktiv werden.Du kennst deinen Sohn am besten.Hilf ihm die Schwachstellen zu finden.Nachher verpaßt er den Anschluß.Aber auf jeden Fall würde ich nocheinmal das Gespräch suchen!Alles Gute!Katili
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Antwort vom 30. September 2009

Lautdifferenzierung und Lehrergespräch

Liebe Christiane,
da ich nun ebenfalls eine frische Erstklässlermama bin, kann ich nun nicht gerade aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen.
Deshalb würde ich, rein intuitiv, zum Einen auf jeden Fall weiterhin das Gespräch mir der Klassenlehrerin suchen, sie dazu bewegen Henri nicht aufzugeben sondern ihn zu motivieren. Würde versuchen mir Ihr zusammen ein Team zu bilden um euern Sohn bestmöglichst zu fördern. Wahrscheinlich hat Sie ja zum Teil auch recht mit Ihrer Feststellung, dass er ohne weiteres Training es schwieriger haben wird wie vielleicht manch anderer Mitschüler. Deshalb würde ich zum Anderen mich niemals ducken, sondern zusammen mit Henri zu Hause Sprachtraining machen. Würde Silbentrennung  klatschender weise  üben z.B.:
To-ma-te, Ra-dier-gu-mmi, u.s.w. Aber sicher hat eure Logopädin hier bessere Tipps. Mit ihr würde ich das ebenfalls besprechen und u.U. sie vielleicht sogar bitten einen Brief an die Klassenlehrerin zu schreiben um auch Ihre Meinung mit einzubeziehen.

Klar, kann ein Lehrer nicht auf jedes Kind zu sehr eingehen aber er kann zumindest um die Besonderheiten eines Kindes wissen und dementsprechend individuell reagieren.
Das erwarte ich von einem guten Lehrer.

Wünsche Euch viel Erfolg und laßt Euch nicht unterkriegen.
Liebe Grüße Annette





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Antwort vom 30. September 2009

Kommunikation mit Lehrer

Liebe Christiane,
ich kann sehr gut verstehen, dass einen eine solche Aussage in Habachtstellung bringt, man versucht, sich zu sammeln und sachlich zu überlegen, wie man am besten reagiert und vorgeht! Das wäre bei mir ganz genauso.

Ich kenne nun die Lehrerin nicht und nicht den Ton, in dem sie die Aussage gemacht hat - ich würde aber versuchen, es nicht als Angriff oder In-eine-Schublade-stecken zu sehen, sondern als Chance, frühzeitig (gemeinsam) etwas tun zu können, falls an der Feststellung was dran sein sollte.
Insofern würde ich sie aktiv ansprechen! Hol sie mit ins Boot, erzähl ihr von Henri und seiner/Eurer Vorgeschichte (Logopädie und was Dir sonst noch wichtig erscheint) und biete ihr an, dass ihr zusammenarbeitet. Frag sie, was sie ihren Erfahrungen nach empfiehlt, was Du zuhause tun kannst, um sie zu unterstützen und sag ihr, was sie tun kann, um Dich zu unterstützen. Ich bin mir sicher, gemeinsam könnt Ihr viel mehr erreichen. Sie wird Deinen Henri umso weiter voranbringen, je besser sie ihn und Eure Tatkraft/Involviertsein kennt, als wenn er und Ihr eine Nummer unter vielen für sie bleibt. Sie wird sich dann auch umso mehr für ihn verantwortlich fühlen und in ihr Herz schließen und das ist schon die beste Voraussetzung, die Du haben kannst.

Immerhin scheint sie engagiert zu sein und den Mut zu haben, Dinge, die sie als problematisch sieht, anzusprechen - auch das spricht dafür, dass sie was bewegen kann und dass Henri bei ihr in guten Händen ist. Deswegen: aufspringen, einnehmen, zusammen weiter.... Alles Gute, liebe Schulkind-Mama-Christiane :-) giu
 
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