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Nuckelflaschen giftig!?


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Frage vom 28. April 2009
Vor 2 Tagen kam bei ZDF Wiso das die Nuckelflaschen aus Plastik giftige Stoffe abgeben sollen, wenn die Flasche erwärmt wird. Das kann schlimme Volgeschäden verursachen, die jedoch erst später sich bemerkbar machen können. könnt auch noch mal im Internet bei ZDF Wiso nachschauen. Wie verhaltet ihr euch jetzt? Kauft ihr nur noch Glasflaschen? Gift in Babyflaschen Bedenklicher Stoff in Kunststofffläschchen In den USA und Kanada ist er verboten, doch die EU erlaubt den Zusatz eines Stoffes in Plastik-Babyflaschen, den Wissenschaftler für gefährlich halten: Bisphenol A. Drucken Versenden 20.04.2009 Das Schlimme: Beim Erwärmen der Flaschen - in Mikrowelle oder Wasserbad - kann sich die Chemikalie aus dem Plastik lösen und in die Nahrung der Säuglinge gelangen. Wie ein Hormon Prof. Dr. Gilbert Schönfelder, Toxikologe an der Charité Berlin hält den Stoff für bedenklich, denn Bisphenol A gelte als Hormon. "Das ist eine Chemikalie, die ähnlich einem Hormon, nämlich dem weiblichen Hormon Östrogen funktioniert." Dadurch könne es zu Interaktionen mit den menschlichen Hormonen im Körper kommen. Interaktion bedeutet, dass schon kleinste Mengen dieser Chemikalie den besonders anfälligen Stoffwechsel von Babys und Kleinkindern schädigen können. Mit fatalen Folgen, wie Toxikologe Schönfelder befürchtet: "Wir wissen, dass Bisphenol A zu Veränderung im Verhalten führt, zu Veränderung führt was die Größe der Brustdrüse anbelangt, zu Veränderung führt was die Qualität der Prostata und die Größe der Prostata anbelangt, aber auch noch andere Effekte, wie zum Beispiel Effekte am Uterus, an der Vagina oder der Schilddrüse." Bisphenol A soll die Babyflaschen unzerbrechlich machen. Ein Vorteil gegenüber Glas, aber ein Risiko für die Kinder. Und dennoch steckt der Stoff in den meisten Babyflaschen. Und er muss nicht einmal gekennzeichnet werden. Infobox In welchen Flaschen ist Bisphenol A? Bei Babyflaschen besteht keine Kennzeichnungspflicht, ob Bisphenol A im Kunststoff enthalten ist. Besteht die Babyflasche aber aus Polycarbonat (PC), ist in jedem Fall Bisphenol A enthalten. Oft findet man das Kürzel PC oder die Abkürzung 07 auf der Flasche - das muss aber nicht der Fall sein. Babyflaschen aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) enthalten kein Bisphenol A. Will man sicher gehen, dass kein Bisphenol A in der Flasche ist, sollte man Glasflaschen verwenden. Auch die Firma "Bfree" stellt Babyflaschen ohne Bisphenol A her und wirbt damit auch auf der Verpackung. Diese Flaschen gibt es im Internetversand oder der Apotheke. Industrie sponsort Studien Die Kunststoff-Industrie beruft sich auf Grenzwerte, die die EU für Babyflaschen definiert hat: Rüdiger Baunemann von Plastics Europe Deutschland gesteht ein, dass die Chemikalie an sich zwar gefährlich sei, es komme aber darauf an, ob das Endprodukt gefährlich sei. "Die Behörden, sowohl die deutschen Behörden als auch die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA kommen zu dem Schluss, dass bei Einhaltung der derzeitigen Grenzwerte für die Babys und für den Verbraucher kein Risiko besteht." Kein Risiko also? Das behauptet die "EFSA", die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Dabei stützt sich die EFSA auf Studien. Doch diese Studien wurden nach WISO-Recherchen auch von der amerikanischen Plastikindustrie bezahlt. Mitglieder und Geldgeber: die deutschen Unternehmen BASF und Bayer, mit die größten Produzenten von Bisphenol A. Abgeordnete: "Risiken verharmlost" Da wundern sich so manche Abgeordnete des Europäischen Parlaments nicht mehr, warum Bisphenol A plötzlich als "ungefährlich" gilt. Hiltrud Breyer ist Mitglied des Europäischen Parlaments für Bündnis 90 / Die Grünen. Sie ist empört: "Ich finde skandalös, dass zur Bewertung der Gefährlichkeit von Bisphenol A Industriestudien herangezogen werden! Das ist keine Unabhängigkeit, das ist ein ganz klarer Kniefall vor den Interessen der Industrie: Hier werden alarmierende Risiken verharmlost, man hat sich nur diese Studien rausgepickt, die wirklich im Interesse der Industrie waren, und die zahlreichen anderen Studien quasi liegen gelassen." WISO wollte wissen, ob es stimmt, dass kritische Studien einfach nicht beachtet wurden. Doch von EFSA wollte niemand vor der Kamera Auskunft geben. Studie deutet auf Gefahren hin Dabei gibt es solche Untersuchungen, wie die des britischen Forschers Prof. David Melzer von der Peninsula Medical School in Exter, Großbritannien. Er beweist vor wenigen Monaten mit einer umfassenden Studie: Bisphenol A kann den Körper sogar noch schlimmer schädigen, als bislang schon befürchtet. "Nach unseren Untersuchungen ist vor allem die regelmäßige Einnahme von Bisphenol A gefährlich. Wir haben festgestellt, dass Menschen mit einer hohen Dosis von Bisphenol A im Urin mehr als doppelt so oft an Diabetes leiden und an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und außerdem sind ihre Leberenzyme defekt". Kanada und die USA haben auf diese Studie reagiert und Bisphenol A in Babyflaschen verboten. Die EU will von einem Verbot nichts wissen. Sie hatte die Grenzwerte erst 2007 sogar um das Fünffache erhöht. Zur Sicherheit Glasflaschen Für Wissenschaftler wie Gilbert Schönfelder völlig unverständlich."Man sollte also nicht warten, bis wir die ersten Veränderungen bei den Menschen finden, sondern, wenn Sie mich persönlich fragen, nicht nur als Toxikologe, sondern als Mensch, denke ich, dass aufgrund der überdurchschnittlich großen Studienlage doch das Vorsorgeprinzip hier walten sollte." Vorsorge kann in diesem Fall nur heißen, die Chemikalie zu verbieten. Und bis dahin sollte jeder, der sicher gehen will sein Kind nicht mit Bisphenol A zu füttern, auf Plastikflaschen verzichten und die gute alte Glasflasche nehmen. Mit Material von ZDF
Themen: Gesundheit, Baby
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2 Antworten

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Antwort vom 29. April 2009

Danke

für die Informtion. Gott sei Dank trinken meine Kinder nicht merh aus der Nuckelflasche, aber für alle anderen Mütter ist das ein guter Beitrag. Gruß Ulli
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Mein Avatarsweiss
Antwort vom 29. April 2009

NUK...

hat recht günstige im Sortiment, die brechen auch nicht in 1000 Teile sondern kriegen nur nen Sprung... LG Sonja
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