Antwort vom 26. Mai 2009
Vorgeburtliche Mutter und Kind Beziehung
Von den ungarischen Psychoanalytikern Jenö Raffai und György Hidas wurde eine Methode zur Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung entwickelt, die sich Bindungsanalyse nennt.In diesem Buch wird aufschlussreich und eindrucksvoll berichtet, wie Frauen/Mütter vorgeburtliche Kontaktaufnahme zu ihrem Kind praktizieren. Vieles soll schon vorgeburtlich vertieft werden um damit Mutter und Kind eine Chance zu geben ihre Beziehung zu spüren und zu intensivieren.
Die Bindungsanalyse ist eine neue und unvergleichliche Methode zur Harmonisierung und Vertiefung der Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Baby. Sie hat ihre Wurzeln in der Psychoanalyse, reicht aber durch die neuen Erkenntnisse der Prä- und Perinatal-Psychologie über das vorgeburtliche Erleben des Babys weit darüber hinaus. Mit ihrer Hilfe soll die seelische und körperliche Entwicklung des Babys während der Schwangerschaft soweit gefördert werden, daß die Geburt ganz natürlich und einer geringeren Komplikationsrate verlaufen kann, also weniger belastend für Mutter und Baby ist. Damit kann späteren psychosomatischen Krankheiten vorgebeugt werden. Die Bindungsanalyse soll in erster Linie eine vorbeugende Methode sein.
Die Bindungsanalyse soll die Mutter befähigen, sich auf die Signale ihres Babys einzustimmen. Sie soll dadurch seinen Seelenraum wahrnehmen. Den Müttern sollen den vom Baby kommenden Signalen wie traumähnliche Bilder vor dem inneren Auge erscheinen und können von ihr in Gefühle und Gedanken übersetzt werden.
Dieser Kommunikationsweg soll auch umgekehrt funktionieren. So entsteht die Nabelschnur der Seele, durch die Mutter und Baby sich gegenseitig Seeleninhalte und Wahrnehmungen mitteilen und sie begreifen lernen.
Ein faszinierendes Buch!
Lieben Gruß,Kerstin