Antwort vom 16. September 2009
Kindergarteneingewöhnung
Liebe Andrea,
ich bin zwar keine Zwillingsmama; würde aber aus der Erfahrung mit unseren beiden Jungs und den Kindern aus unserem Freundeskreis davon abraten, einem der Kinder die (Teil-)
"Verantwortung" für das Andere zu übertragen, da ich glaube, dass sie dadurch in ziemlichen Streß geraten können, wenn sie sich ständig verpflichtet fühlen, auf das Geschwisterkind aufzupassen und in der gleichen Zeit eigentlich ihre eigenen Spiele und Freunde im Kopf haben. Ich denke, dass es für beide Kinder von Vorteil ist (schließlich will sicherlich auch der Junge nicht auf Dauer von seiner Schwester "beaufsichtigt" werden (denn die Eingewöhnung wird sicherlich rasch vonstatten gehen; die Angewohnheit der Schwester evtl. aber anhalten), wenn man ihnen klar macht, dass sie beide in den KiGa gehen, um dort Spaß zu haben, neue Freunde zu finden und mit ihnen zu spielen und dass die Erzieherinnen während dieser Zeit auf sie aufpassen und ihnen helfen, wenn sie Kummer haben. Damit signalisierst Du ihnen, dass Du den Erziehrinnen vertraust und ebnest damit das Vertrauenverhältnis, das auch für Deine Kinder wichtig ist: sie können in aller Ruhe spielen, während die Erwachsenen (ähnlich wie zu Hause auch) darauf achten, dass es den Kindern dort gut geht. Eure Tochter kann ja, bei Bedarf, gerne dabei helfen, ihren Bruder zu trösten; sollte aber ansonsten ganz unbeschwert ihren eigenen KiGa-Tag bestreiten dürfen. Und mit ein wenig mehr Zeit, wird sich sicherlich auch bald Euer Sohn auf den täglichen KiGa-Besuch freuen.
Liebe Grüße und alles Gute,
Snjezana