Antwort vom 29. September 2010
Kinder und Ängste
Hallo liebe Katili,
mein kleiner Wurzelzwerg ist zwar erst 2,5 Jahre alt, hat noch nicht vor vieles Angst, sie liebt Kinderachterbahnen und die großen Wasserrutschen.
Und was Tiere betrifft, habe ich auch vor nichts Angst, was hier so in unseren Gegenden kräucht u. fläucht.
Wenn sie Spinnen oder andere kleine pussierliche Tierchen trifft, spielt sie mit denen, ist ganz neugierig. Sie liebt Regenwürmer, kleine Käfer u. Ameisen.
Vor kurzem wurde sie von einer Wespe in den Daumen gestochen, bin mit ihr dann auch zum KKH gefahren, weil alles etwas anschwillte. Ich erkläre ihr aber auch heute und immer wieder, daß die Wespe nur deshalb gestochen hatte, weil die Wespe Angst hatte. Meine Tochter versteht es eigentlich ganz gut, und wenn mal eine Wespe oder Biene um sie herumfliegt, schlägt sie nicht danach, oder bekommt eine Schreiatacke.
Dieses Verhalten finde ich nämlich bei manchen Eltern total falsch. Die Tiere bekommen doch dabei noch mehr Lust zu stechen.
Auch wenn man sich als Erwachsener vor irgend etwas ekelt, oder gar Angst hat, sollte man es meiner Meinung nach nicht auf das Kind übertragen, sondern in dieser Situation versuchen ruhig zu bleiben.
Wir hatten letztes Jahr noch 5 Katzen in unserem Haushalt, jetzt leider nur noch drei, es klappt wunderbar und unsere Tochter hat ein super Verhältniss zu Tieren, egal welche Art.
Was ich auch sehr wichtig finde, obwohl es mehr über Vorurteile statt Ängste geht, wenn Kinder auf Personen treffen, die vielleicht eine auffällige Behinderung haben, oder z.B. einer anderen Kultur abstammen.
Nicht diese Personen anstirren lassen, aber offen u. kindgerecht erklären, warum manche Menschen anders sind, oder anders aussehen.
Ich finde es sehr wichtig, daß meine Tochter mit sehr vielen Kindern spielt, egal wie sie aussehen, woher sie kommen, also multikulturell.
Wenn wir Erwachsenen es schon nicht schaffen, unser nachwuchs sollte es besser machen!!!
LG, Elke