Antwort vom 27. November 2007
Grenzen setzen, beschäftigen und weiter beobachten
Schön, das auch mal wieder ein Vater zeigt, das Kindererziehung nicht nur Müttern am Herzen liegt. Das finde ich toll.
So, das erst einmal vorne weg und ein freundliches Hallo dazu,
ich gebe Katili vollkommen recht mit dem,was sie euch rät. Möchte aber noch etwas anmerken. Um feststellen zu können, warum euer Augenstern so handelt, müsste man etwas mehr über euch erfahren. Wie sieht der Tagesablauf aus, wie verhaltet ihr euch, wenn die Kleine etwas macht, was sie nicht soll, wie ist das ganze Familienbild usw.
So wie du die Situation beschreibst, ist es nicht nur ein Entdecken und Antesten von Grenzen, denn dann würde es in Phasen auftreten. Eure Tochter scheint für ihr Alter recht massiv vorzugehen. Bitte macht euch klar, das dieses Verhalten nicht wirklich bewusst ist, wie bei einem Erwachsenen zum Beispiel, der genau überlegt, was er wie und wem zumuten kann oder ausprobieren will. Das Verhalten von Kindern ist oft ein Reagieren auf äußere Einflüsse.
Darum möchte ich euch noch einen weiteren Rat geben, zu dem was Kati schon angemerkt hat. Wenn ihr nicht zurecht kommt, dann könnt ihr euch Hilfe holen. Sich einzugestehen, dass etwas nicht so läuft wie es soll, ist der erste Schritt. Der nutzt aber nur, wenn im Zweiten die Ursache gefunden wird. Meist ist es nur eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Die Kunst ist, sie zu finden.
Hier in der FL gibt es eine Expertin, die schon sehr gute Ratschläge gegeben hat, habe aber im Moment den Namen nicht im Kopf. Ich würde euch schon empfehlen wollen, einmal mit ihr in Kontakt zu treten.
Ich wünsche euch alles Gute
Claudia Schlüter