Antwort vom 27. Januar 2010
Abschweifen bei den Hausaufgaben
Liebe Annette, ich muss mal kurz vorweg fragen, wieviele Hausaufgaben Bela denn im Schnitt so hat? Bei uns ist es nämlich noch relativ wenig, finde ich - ist immer in max. 10 Minuten gemacht, so dass es eigentlich gar nicht zum Abschweifen kommt, weils so kurz ist.
Franz macht seine Hausaufgaben auch nicht an seinem Schreibtisch, sondern am Eßtisch, so dass ich in der Nähe bin und immer mal kurz über die Schulter kucken kann. Eigentlich kontrolliere ich aber immer nur am Ende.
Ich merke auch, dass es meinem Sohn gefällt, wenn ich Anteil an seinen Aufgaben nehme, bevor er loslegt. Also wenn ich z.b sage, dass das und das ja Riesenspaß macht und eine richtige Kniffelaufgabe wie in einem Rätselheft ist. Das springt dann ein bisschen auf ihn über.
Vielleicht kannst Du Deinem Sohn ja was schönes in Aussicht stellen, was nach den Hausaufgaben kommt, was er gerne mag? Je eher er fertig ist, desto schneller kommt der schöne Teil, z.B. sich mit jemandem zum Spielen verabreden.
In Deinem Fall würde ich vielleicht sogar mal versuchen, ihn die Hausaufgaben für sich machen zu lassen und ihn nicht dabei zu beobachten, ob und wann wieder Unlust aufkommt. Ihr seid da wahrscheinlich schon in einem richtigen Rollenspiel drin, wo jeder seine feste Position hat, aus der er nur schwer wieder rauskommt. Probier doch mal, dich ein Stückweit zurückzuziehen und ihm selbst die Verantwortung dafür zu geben, die Aufgaben fertig zu machen. Bitte ihn freundlich, Bescheid zu sagen, wenn er fertig ist und dann läßt Du ihn für sich, aber nicht zu weit weg (in Hörweite, aber ausser Sichtweite) mal machen. Was passiert dann? Wenn es endlos dauert, kann ja alles, was danach geplant ist, nicht weitergehen... Wenn er inhaltlich nicht weiterkommt, hilfst Du natürlich, gehst dann aber schnell und bestimmt wieder weg. Danach schaut ihr es gemeinsam durch und sprecht darüber.
Berichte doch nochmal! Viel Glück, giu