Antwort vom 4. Dezember 2009
Hi Christiane,
also mein Mann war mit dabei. Obwohl er immer in der Schwangerschaft gesagt hat, das er es lieber nicht möchte. Doch dann haben um 11 Uhr abends die ersten Wehen eingesetzt und um halb 6 in der Früh sind wir dann in die Klinik. Er hat sich wohl gedacht, " wenn ich schon mal hier bin, dann bleib ich auch " !!
Er hat versucht mir beizustehen. Doch ich habe gemerkt, das ich das eigentlich alleine machen will, bzw. ich konnte es nicht ertragen, wenn er meine Hand oder mich sonst wie angefaßt hat. Ich war so mit dem Schmerz beschäftigt und habe versucht, damit klarzukommen, das ich ihn da einfach nicht gebrauchen konnte!!!
Als es dann in den Entbindungsraum ging, war er auch dabei. Zuerst an meiner Seite - mit genügend Abstand - dann ist er hinter mir am Fenster gestanden. Und hat die ganze Zeit einen Massageball, den er von der Hebamme bekommen hat, geknetet!!
Für mich war es so das Beste, ich konnte mich auf die Geburt konzentrieren und wußte, das mein Mann ganz in der Nähe ist um mir zu helfen, wenn ich seine Hilfe gebraucht hätte.
Auf jeden Fall fand er es im Rückblich toll dabei gewesen zu sein. Er ist unheimlich stolz auf mich, das ich es geschafft habe ohne Schmerzmittel und dergleichen durchzuhalten. Und er hat dann doch noch die Nabelschnur durchgeschnitten. Da hat er dann geweint. ( und ich muß auch schon wieder heulen ) So eine Geburt ist einfach etwas ganz Bewegendes und ich muß immer weinen, wenn ich daran zurück denke.
Wir haben dann noch zu dritt 3 Stunden auf dem Bett gekuschelt, bevor es auf Station ging. Ich denke, das hat uns zusammen geschweißt!
Ich kann es nur jedem Paar empfehlen, die Geburt gemeinsam zu meistern. Egal auf welche Art und Weise. Es ist ein Erlebnis, das so tief geht und soooo unbeschreiblich schön ist. Mein Mann würde das erste Schreien und den ersten Blick seiner Tochter nicht missen wollen. Und er empfindet seit dem einen tiefen Respekt vor mir und das macht mich auch ein wenig stolz!
Liebe Grüße, Sandra.