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Suppenkaspar in der Kinderküche - Fertiggerichte für Kinder?


80.pngchristianeh...
Frage vom 8. Oktober 2009
Hallo zusammen,

zugegeben: mein Sohn isst sehr selektiv, weshalb unsere "Alltagsküche" meistens aus einzelnen Komponenten besteht, die jeder dann wahlweise kombinieren kann - was mitunter ganz schön aufwendig ist. 

Aber ich kenne auch viele Familien, bei denen regelmässig Gerichte auf den Tisch kommen, die mit Maggi, Knorr und Konsorten "gekocht" wurden.... Was haltet Ihr davon?

Viele Grüsse,
Christiane
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6 Antworten

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Mein Avatarsweiss
Antwort vom 8. Oktober 2009

Schnell

Hallo!
Sag niemals nie... wenns mal echt schnell gehen muss, ist so ein Fix-Produkt schon praktisch, sind ja jetzt teilw auch schon ohne Geschmacksverstärker od. Konservierungsstoffe. Ich achte sehr auf gesunde und ausgewogene Ernährung und solange es nicht die Regel ist, ist es doch im "Notfall" ok. Die "Tagsbilanz" muss dann halt passen (Abends Brokkoli satt für alle :-) )
LG Sonja
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Antwort vom 8. Oktober 2009

Fertiggerichte für Kinder?

Hallo Christiane,

für uns keine industriell verarbeiteten Lebensmittel...

In der Not lieber ein Fünfminutengericht wie Suppe:
Knoblauch und eine Minizwiebel in Olivenöl anbraten, Tomaten dazu, Basilikum, fünf Minuten Kochzeit, fertig lecker.
Oder Möhren in Butter anschmoren, Gemüsebrühe und Orangensaft dazu, fünf Minuten kochen.
Oder wir warten auf ein paar Kartoffeln, Butter dazu, Möhren in Butter angeschmort, ein Ei dazu gebraten. 
Oder einfach Kartoffeln in Butter mit ein paar kleinen Selleriewürfeln anbraten, kleines Stück Porree wenn vorhanden, Gemüsebrühe (mit oder ohne Hefe) dazu, eine kleine Dose Erbsen hinein, nach zehn Minuten ist die Suppe löffelfertig - kann auch püriert werden.

Geht doch auch schnell!

Wir wollen auch keine Tütensuppen mit ins nächste Jahr hineinreichendes Mindesthaltbarkeitsdatum oder Packungen mit zerlegten und zusammengesetzten Stücken ohne Vitalstoffe aufwärmen.

Manche Konservierungsarten verringern auch den Vitaminanteil. Häufig werden immer noch Geschmacksverstärker eingesetzt - zum Beispiel künstliche Aromen. Allein der Anteil an Zucker in Salatsoßen!!!

Verschiedene Zusatzstoffe in Fertiggerichten lösen bei vielen Allergien aus. Die in den Fertiggerichten angegebene Zutatenliste ist häufig immer noch unvollständig - in Tests werden immer wieder Zusatzstoffe gefunden und bei Aufdeckung entschuldigen sich Produktionsunternehmen dann höchstens - oder nehmen gar nicht Stellung!

Ein sehr beliebter Zusatzstoff für den GUTEN Geschmack ist natürlich immer wieder der gute alte Zucker.
Das gleiche meint übrigens auch die Angabe: ,,Saccharose'', ,,Glukosesirup'', ,,Einfachzucker'' oder einfach nur ,,Kohlenhydrate''!

Die simple Kochkunst wird auch noch verlernt, die Lust am Kochen schwindet dahin, obwohl sich vieles blitzfix leicht zaubern lässt.
Wenn uns auf die Schnelle gar nichts einfallen will, richte ich eher einen Rohkostteller her, danach zerschnippeltes Obst mit Orangensaft (ohne Zucker) und/oder wenn im Kühlschrank Quark angerührt.

Was geben wir auch unseren Kindern mit, wenn wir der Zubereitung von Essen verhältnismäßig wenig Liebe widmen? ...Zumindest, wenn wir immer öfter von Fertigprodukten Gebrauch machen.

Ein Zitat zugleich Worte an die heranwachsende Generation vom ehemaligen Herta Wurstfabrikanten und bekehrten Anbieters ökologischer Lebensmittel Karl Ludwig Schweisfurth:
,,Wir sind, was wir essen.''

Guten Appetit wünscht
emmi

 
 
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Mein Avatareae
Antwort vom 8. Oktober 2009

Notfalls- wieso denn nicht?

Wir kochen gerne, gesund und gut, haben einen Kräutergarten und kaufen beim lokalen Biobauern unseres Vertauens ein- aber manchmal gibt es trotzdem TK-Pizza! Ohne schlechtes Gewissen und bisher ohne Folgeschäden, die Kinder sind gesund und munter!

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Mein Avatarkarina210
Antwort vom 9. Oktober 2009

kaum- und wenn dann immer mit schlechtem Gefühl

bei uns gibts keine Suppen aus der Tüte, weil ich auch wirklich noch nie eine davon gegessen habe, die gut schmeckte. Die einzigen Fertigprodukte die es bei uns gibt sind Pommes aus dem Tiefkühlfach (aber auch nicht wirklich oft) und Brühe aus dem Glas bzw. als Würfel. Gehören sogesehen diese vakkuumierten Packungen mit  Wiener u. Bratwürstl nicht auch zu Fertiggerichten, die macht man ja auch nicht frisch selber zu Hause?!Die gibts bei uns schon auch.Und die sind ja auch ziemlich lang haltbar u. demzufolge konserviert.Grds. soll das aber jeder so machen wie er mag. Ich finds an sich auch praktisch, aber mir schmecken die Sachen einfach nicht u. drum kommts bei uns auch  nicht auf den Tisch. Meine Mutter würde sowas nie benutzen u. ich denke, das prägt auch ein bißchen, wie man es eben von Kind auf erlebt hat. Soll jeder so machen, wie er möchte. Eine Freundin von mir kann sich kochen ohne Maggi & Co gar nicht vorstellen-da gibts tats. täglich ein Fertiggericht, und: ihre Tochter ist wirklich wohlauf. Direkt schaden wirds hoffentlich auch nicht.
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80.pngchristianeh...
Antwort vom 9. Oktober 2009

Analogkäse auf TK-Pizza und anderes macht mir Angst

Lieben Dank Euch allen für die Antworten,

ich bin gerade auf einen Artikel gestossen, in dem unter anderem von Analogkäse die Rede ist. Das ist eine Mixtur aus wie auch immer erzeugtem Eiweiss und weiteren Labor-Kreationen, die dann beispielsweise auf TK-Pizza oder Lasagne landet... Garantiert frei von Milch oder sonstigen natürlichen Bestandteilen... Also mir macht so etwas wirklich Angst....

Viele Grüsse,
Christiane
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Mein Avatareae
Antwort vom 9. Oktober 2009

Fast Weltanschauung

Möchte mich auch nochmal zu diesem Thema melden, weil es sich um ein sehr mit Ängsten und Emotionen besetztes Sujet handelt, wobei es keine klaren Grenzen gibt -denn jedes Gummibärchen, jeder Schokoriegel, Kartoffelchips, Eiscreme usw sind ja auch hochverarbeitete Lebensmittel und nehmen somit auf der Gesund-ungesund-Skala den selben Stellenwert ein wie TK-Pizza, Tütensuppe usw.
Wir haben im Freundeskreis Bio-Fanatiker und Mc-Donald's-Junkies, ich kann nicht behaupten, daß die einen gesündere Kinder hätten als die anderen, es spielen ja mehrere Faktoren rein...
Ich denke, grundsätzlich ist den meisten klar, das ein Lebensmittel mit jedem Verarbeitungsprozeß Vitamine, Nährstoffe etc etc einbüßt und jeder zugesetzte Stoff zusätzliche Risiken mit sich bringt.

Aber wir bauen zum Großteil nunmal nicht unser eigenes Gemüse an und ich finde es zwar irgendwie bewundernswert, aber für mich persönlich viel zu anstrengend, wenn jemand es schafft, konsequent auf alles "Raffinierte" zu verzichten. Ich halte es für unmöglich, die Kinder von Süßkram, Fischstäbchen, Eis oder Salzstangen komplett fernzuhalten. Kekse kann ich auch nicht das ganze Jahr über selber backen.

Ich finde es sehr wichtig, qualitativ hochwertige, möglichst Bio-Produkte zu kaufen, wann immer es geht, frisch zu kochen und ansonsten kein Magengeschwür zu bekommen, wenn die Kinder mal was ungesundes verspeisen, denn sooooo schlimm ist es halt auch wieder nicht.
Die Großstadtluft, Autofahren und Bewegungsmangel sind ja auch schädlich für uns und unsere Umwelt. Aber fast keiner hat die Zeit und das Geld, sich immer allem und jedem gegenüber optimal zu verhalten. Ich finde, keiner sollte andere verurteilen, weil sie ungesund essen- Aufklärung ist nötig aber dann muß jeder selbst entscheiden dürfen, ohne Seitenblicke zu ernten.

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