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platzwunden & plattfüße - Einlagen für Kinderfüße und unterstützende Maßnahmen


80.pngchristianeh...
Frage vom 11. September 2009
Hallo zusammen,

mein 6-jähriger Sohn träögt wegen Senk- / Spreiz-/Plattfuß (also sozusagen alles nicht perfekt) seit drei Jahren Einlagen und inzwischen frage ich mich, ob diese Einlagen für Kinder überhaupt etwas bringen, denn Henris Füße sind immer noch regelrechte "Pfannkuchen-Füße".

Der Orthopäde meinte, das dauere halt, aber ich sehe keine Fortschritte, weshalb ich nach weiteren unterstützenden Maßnahmen für Einlagenträger gefragt habe, worauf ich wieder die Antwort erhielt, das dauere eben seine Zeit.

Weil eine Fehlstellung der Füße ja langfristig auch beträchtliche Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat haben kann, frage ich mich so langsam, ob man da nicht mehr machen kann.

Habt Ihr eine Antwort für mich in der Gruppe "Platzwunden und Plattfüße"?

Lieben Dank,
christiane

P.S.
klasse, dass es jetzt eine Gruppe gibt, in der Tipps für kleine und große Kamikaze-Kinder gibt

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3 Antworten

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Antwort vom 11. September 2009

Liebe Christiane - nicht jeder Senkspreizfuß ist gleich ein Plattfuß,

bei letzterem sind Längs- und Quergewölbe vollständig abgesunken.

Das nach Innen-Wegknicken des Fußes gehört in die Gruppe des Knicksenk- und seltener der Plattfüße.Diese Stellung wird besonders häufig zum Beginn des Kindergartenalters beobachtet. Oft ist sie harmlos. Sieht man allerdings beim Hinstellen auf die Zehen keine deutliche Ausbildung  eines Längsgewölbes, sollte man dieses Kind beim Orthopäden vorstellen. 

Der oft harmlose Knicksenkfuß macht allerdings bei einer Reihe von Kindern auch Beschwerden. Die Kinder geben dabei nicht die Beschwerden im Fuß sondern im Unterschenkel, Knie und Hüfte an.  Diesen Kinder kann schnell mit einer einfachen Einlage geholfen werden.

Die meisten Kinder benötigen sie jedoch nicht. Bei einemTeil der Kinder, die kontrakte Fehlstellungen haben oder aufgrund ihres Knicksenkfußes Beschwerden bekommen, können Einlagen ein sehr gutes Hilfsmittel sein. Die Indikation dazu sollte ein erfahrener Arzt stellen. Auch sollte dieser die Herstellung und Anpassung überwachen.

Einlagen sind individuelle Hilfsmittel, müssen dem Fuß nach exaktem Abdruck angepasst werden.
Ein guter Orthopädieschuhmacher ist aus meiner Sicht  dabei "das A  und O"!!!

Zur Fußgymnastik ist zu sagen, dass diese oft sinnvoll und notwendig ist, da die
Füße selten im nicht belasteten Zustand sondern nur bei Belastung eine Abflachung des
Längsgewölbes zeigen. Jetzt werden nämlich die Beinmuskeln aktiv, um den Fuß zu
stabilisieren und ihm das flüssige Abrollen zu gestatten. Bei den häufig vorstelligen
Kindern mit niedriger Körpergrundspannung ist das nicht gewährleistet. Hier kann eine regelmäßig durchgeführte Gymnastik hilfreich sein.

Bewährt hat sich das Zähneputzen auf Zehen zum Beispiel. Dabei kommt es allerdings auf die Regelmäßigkeit an. Deshalb empfiehlt sich ein festerTagesrhythmus: morgens und abends zum Zähneputzen auf die Zehen!

Liebe Grüße, Annette
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Antwort vom 11. September 2009

Einlagen

Hallo Christiane,

Max trägt auch Einlagen, die uns eine Menge an Selbstbehalt gekostet, aber bisher überhaupt nichts gebracht haben. Über den sehr hohen Selbstbehalt musste ich mit der Krankenkasse darüberhinaus auch noch debattieren, die meinte, es wäre medizinisch ja nicht erwiesen, ob es etwas helfe!!!

Wir stellen keine Verbesserung fest, stehen aber kurz vor der neuen Schuhgröße, müssen also abwägen, ob wir neue Einlagen bestellen, oder nicht.

Ein Problem ist auch schon, richtige Schuhe zu finden, die eine herausnehmbare Sohle haben. Das gleiche bei mir - ich muss mir immer Schuhe suchen, die hoch genug sind für meine Einlagen. Manche heilalternativ ausgerichteten Orthopäden sind sogar gänzlich gegen Fußkorrektureinlagen!

In unserem Fall hat uns Osteopathie und Fußgymnastik, die ich zu Hause anwende, weitaus mehr geholfen.
 
Dem Rat unseres Orthopäden sind wir auch nachgekommen: Im Sommer immer barfuß über so viele verschiedene Untergründe, wie möglich laufen.

Viele Grüße von
emmi
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Antwort vom 13. September 2009

Einlagen bei Plattfuß

hallo liebe christiane,

wir haben bei elia ebenfalls über jahre diverse einlagen ausprobiert. d.h. genau wie bei emmi mit einem hohen selbstbeitrag. gebracht hat es auch bei uns wenig. wir sind jetzt im sommer 14 tage durchgehend barfuß gelaufen (am strand und über stock und stein), und siehe da, eine sofortige besserung des fußstandes war zu erkennen. den tipp des barfußlaufens beherzigen wir schon ewig und kann ich auch nur weitergeben! in diesem urlaub war es schon erstaunlich, welch verbesserung da auftrat. es heißt auch zuhause lieber in stoppersocken, als in puschen und als schuhwerk kann ich naturino empfehlen (@ emmi), sie haben fast alle eine herausnehmbare sohle.

liebe grüße stina
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