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Eingewöhnung in der Kinderkrippe...und so viele Fragen...


Mein Avatarkarina210
Frage vom 3. September 2008
seit Montag hat bei uns die Eingewöhnungszeit in der Krippe begonnen. Da mein Sohn erst 2.5 Jahre ist, habe ich mich für eine private Einrichtung entschieden, die max. 14 Kinder betreut u. immer 3 ausgebildete Kindererzieherinnen beschäftigt hat. Geplant ist, daß mein Sohn dort 5 Vormittage die Woche verbringt, mit Mittagsessen. Wenn das gut klappt, werde ich versuchen, halbtags wieder arbeiten zu gehen. Die ausgewählte Einrichtung haben wir im letzten halben Jahr einmal wöchentl. besucht zum offenen Spielnachmittag. Mein Sohn kennt also die Umgebung u. die Personen. Ich dachte, es wäre einfacher, ihn dort zu lassen. Heute ist der dritte Tag gewesen- und ich war die einzige Mama, die nicht, auch nicht kurz, mal weggehen konnte, weil mein Sohn dementspr. aufgebracht reagierte. Ich frag mich, woran liegt das? Er spielt dort sehr gerne, aber doch behält er mich immer im Auge. Ich mache mir Sorgen, daß wir die nächsten Tage "zwangsgetrennt "werden und ich gehen muß, während mein Sohn herzzereißend weint. Außerdem mag mein Kind dort auch nicht wirklich essen. Er ist immer schon ein schlechter Esser, drum dachte ich, prima, unter Kindern klappts viell. besser. Dort gibt es zum Frühstück für die Kinder Butter u.Käsebrote. Da mein Sohn beides nicht mag, gibt es für ihn trocken Brot. Dazu wird Gemüse angeboten, auch das findet er zum Frühstück nicht grad toll. Also steht er spät. nach 5 Min auf u. will nicht mehr frühstücken. Das Mittagessen läuft dann genauso ab, wenn alle rein sollen zum spielen schreit mein Sohn, er wolle nicht essen u. lieber spielen. Ich komm mir echt richtig blöd vor- keines der anderen Kinder macht so einen Zirkus. Obwohl sie da fast alle neu sind. Soll ich meinen Sohn nun von anfang an dazu zwingen, das mitzumachen oder hat er dann gar keine Lust mehr, dort hinzugehen. Die Erzieherinnen meinen nichts erzwingen sei besser. Aber er muß ja doch auch Regeln lernen. Ist er viell. doch noch zu unreif für solch eine Einrichtung? Oder ist es mein innerl. Schweinehund, der ihn irgendwie nicht loslassen will. Bisher habe ich meinen Sohn eigentlich hauptsächlich immer selbst betreut, ihn wenig abgegeben. Deshalb fällt mir die Trennung natürlich auch schwer von ihm. Wie lang sollte ich uns Zeit geben für die Eingewöhnung, welche Erfahrungen habt ihr hierzu gemacht?
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4 Antworten

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Antwort vom 3. September 2008

Ich kann deine Lage

sehr gut verstehen!Wenn ich ehrlich bin,würde ich jetzt sagen,wer A sagt muß auch B sagen.Nun bist du den ersten Schritt gegangen und dein Sohn hat die Einrichtung kennengelernt.Läßt du es nun zu,wieder zurück zu gehen,dann wirst du dieses Problem spätestens im Kindergarten wieder haben.Auch für dich ist ein neuer Abschnitt,dich von deinem Kind zu lösen.Es fällt nicht leicht!Bei meiner Tochter war es ähnlich.Tränen beim Abschied und ich ging mit schlechten Gewissen weg.Aber-kaum war ich weg,hat sich meine Tochter eine Ersatzperson gesucht-und die Tränen waren weg!Dir viel Kraft!Und du mußt kein schlechtes Gewissen haben!!!LG Katili
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Mein Avatarsister
Antwort vom 3. September 2008

Das ist sicher schwer für dich,

aber bleibe am Ball. Da du deinen Sohn immer betreut hast, sieht er es natürlich nicht ein, daß du ihn in der Krippe allein läßt. Vielleicht läßt du ihn erstmal nur 1 - 1 1/2 Stunden dort und holst ihn dann wieder ab. Dann muß aber auch klar sein, daß ihr nach Hause geht, ansonsten wird sich die Eingewöhnung unter Umständen sehr in die Länge ziehen, denn wenn du dann mit ihm dort bleibst, hat er sein Ziel ja wieder erreicht. Da 3 Betreuerinnen anwesend sind und die anderen Kinder anscheinend nicht solche Schwierigkeiten haben, kann sich sicher eine von ihnen intensiv um ihn kümmern. Die Zeitspanne in der er in der Einrichtung ist, kann dann nach und nach verlängert werden. Mein Sohn mußte auch durch die "harte Tour", denn ich mußte wieder arbeiten, habe ähnliche Erfahrungen wie Katili. Nur Käsebrote und Gemüse zum Frühstück finde ich allerdings auch sehr einseitig. Auf einem Elternabend hast du bestimmt demnächst Gelegenheit, das anzusprechen. Ich kann mir vorstellen, daß doch einige der anderen Eltern aus der Krippe deiner Meinung sein werden. Versuche die Zeit zu geniessen, in der dein Sohn woanders betreut wird und mach dir nicht allzu große Sorgen. Ihr schafft das!! Liebe Grüße von sister
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Antwort vom 3. September 2008

Liebe Karina,

Liebe Karina, ich kann mich den vorherigen Antworten nur anschliessen und finde es super, dass Ihr durch den Spielnachmittag in der Krippe die Möglichkeit hattet, sowohl die Erzieherinnen als auch die Räumlichkeiten bereits vor der eigentlichen Eingewöhnungsphase kennenzulernen. Und wie auch Katili bin ich der Meinung, dass es schade wäre, wenn Ihr diese Erfahrungen jetzt nicht "nutzen" würdet. Ich kann Deine Ängste und Sorgen aber sehr gut verstehen, denn vor einem Jahr hatten wir bei unserem älteren Sohn eine ähnliche Situation (er war damals auch 2,5 Jahre alt) und v.a. erkenne ich mich sehr in Deinen Sorgen wieder; nicht umsonst habe ich (und nicht mein Sohn) fast 10 Tage gebraucht, um ihn in der Krippe "alleine" zu lassen. Ich dachte natürlich, dass er diese lange Eingewöhnungszeit bräuchte, weil auch er mich (ähnlich wie Euer Sohn) nicht aus den Augen ließ, solange ich dort war und auch kein Interesse daran hatte, sich auf die Gruppe oder das Spielen einzulassen, wenn ich nicht auch mitgemacht habe. Und genau an diesem Punkt habe ich dann angefangen darüber nachzudenken, ob ich es ihm nicht eher schwerer mache, wenn ich noch länger dableibe. In Absprache mit den Erzieherinnen (die vermutlich schon befürchtet hatten, ich würde die gesamte Krippenzeit zusammen mit meinem Sohn verbringen wollen) haben wir dann einen Tag vereinbart, an dem ich für einige Zeit "verschwinden" sollte. Unserem Sohn habe ich an dem besagten Tag gesagt, dass ich gleich weggehen würde, weil ich kurz einkaufen o.ä. müßte, dass ich ihn aber bald wieder abholen würde. Natürlich hat er beim ersten Mal geweint (der Trennungsschmerz bleibt manchmal auch noch eine Weile erhalten), hat sich aber, ähnlich wie Katilis Tochter, ganz schnell ablenken und trösten lassen, sobald ich weg war. Am nächsten Tag hat er mich zwar rel. ängstlich gefragt, ob ich wieder weggehen müßte, hat aber nicht geweint, als ich dann gegangen bin und hat von da an angefangen, sich in die Gruppe zu integrieren, weil er vermutlich nicht ständig mit der Sorge beschäftigt war, ob ich weggehen würde oder nicht (denn die Kinder sehen ja selbst, dass bei den anderen Kindern die Mütter (früher oder später) auch weggehen). Geholfen hat ihm in der Zeit immer wieder die Bestätigung von mir und den Erzieherinnen, dass ich ihn ganz bestimmt abholen werde (und nachdem er sich von der Wahrheit der Aussage überzeugt hatte, war das Dableiben in der Krippe für ihn kein Thema mehr). Mittlerweile geht er die zweite Woche in den Kindergarten und ich bin wieder die ersten Tage dabeigeblieben (und habe in der Zeit fast die gleichen Erfahrungen wie damals gemacht, nur dass ich dieses Mal seine Kompetenz schneller erkannt habe, als das letzte Mal!!!). In diesem Sinne wünsche ich Dir gute Nerven, denn die Kleinen können schon empfindlich auf die Tränendrüse drücken und das eigene schlechte Gewissen wunderbar aktivieren; meist sind sie aber viel weiter, als wir denken und manches Mal auch im "Abnabelungsprozess" weiter, als wir Erwachsenen es sind.... Liebe Grüße und alles Gute, Snjezana
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5 von 5 (4 Bewertungen)
Antwort vom 4. September 2008

tolle antworten

und beruhigend, dass es vielen anderen auch so geht :-). lg stina
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5 von 5 (1 Bewertung)

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