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Die Kinder haben das Wohnungskommando


Frage vom 1. Februar 2010
Ist es bei euch auch so, dass bei euch in allen Zimmern Spielsachen, Kapuzenpullis, Papierschnipsel, Stifteboxen, Boxen mit Knete, Boxen mit Stempeln usw. verstreut sind?

- Was unternehmt ihr dagegen??? - Wie bekommt man es hin, dass eins nach dem anderen HERVOR- und (mal) wieder WEG-gepackt wird??? Wir predigen täglich, wir haben unser Sideboard im Wohnzimmer für Spiele, Papier, Scheren, etc. hergegeben, wir wischen auch gern Stempelfarbreste und Gelstiftlack vom Holztisch im Wohn-/Esszimmer, aber alles erinnert manchmal an einen Truppenübungsplatz.

Wir möchten auch nicht die ganze Zeit nörgeln und daran erinnern, dass die Stifte nicht bis Ostern überall auf dem Boden liegen bleiben können. Es tritt sich auch nicht gerade angenehm auf einen Anspitzer mit besockten Füßen.

Es gibt auch eine Garderobe mit zwei Körben, in denen Handschuhe und Mützen liegen, aber der Schneeanzug und die Stiefel werden achtlos davor hingeworfen...

Das Zimmer wird nur mit Drohgebärden aufgeräumt, unter Tränen und Meckern...

Vielleicht liegt es auch daran, dass alles am Tag zu viel wird, die Schule, die verdaut werden muss, an die sich gewöhnt werden muss. Wer kennt das???

Lieben Dank für Rat und Tipps!

Viele Grüße
emmi
Themen: Erziehung
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6 Antworten

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Antwort vom 1. Februar 2010

Kinder und aufräumen

Liebe  Emmi,
wer kennt das nicht!!!
Seitdem wir Kinder haben ist’s aus mit einem ordentlichen zu Hause.
Steckt man den Kindern nicht klare Grenzen passiert es schneller
als einem lieb ist und plötzlich ist die gesamte Wohnung zum
Kinderzimmer umfunktioniert, vor allem wenn Freunde zu Besuch sind.

Ich bin dazu übergegangen, dass ich klare Ansagen machen wo
gespielt werden darf und wo nicht. Es gibt dabei durchaus auch
mal Ausnahmen, aber gefragt werden möchte ich schon, weil ich
dann auch klarstellen kann, dass danach wieder Ordnung gemacht
wird wobei ich meistens auch gerne mithelfe.

Da ich nebenbei noch berufstätig bin muss hier schon etwas strenger
sein weil ich ansonsten in der wertvollen Zeit mit meinen Kindern nur
mit aufräumen beschäftigt bin. Allerdings muss ich wirklich oft auch
meine Augen zumachen und mir sagen, dass eben dieses sehr nervige
Thema "Unordnung" nun mal zur Familie mit kleinen Kindern dazugehört
und mir durchaus auch sympathisch ist, zumindest wenn es nicht
Überhand nimmt

Liebe Grüße Annette

Bewertung:
4,8 von 5 (4 Bewertungen)
80.pngchristianeh...
Antwort vom 2. Februar 2010

Kinder und Ordnung

Hallo Emmi,

ich versuche im grossen Ganzen das heikle Thema Kinder und Ordnung nach einigen misslungenen Versuchen zu ent-stressen und die Regeln zu reduzieren: In seinem  Zimmer kann unser Sohn mehr oder weniger machen was er will, aber der Rest der Wohnung wird nur an den Wochenenden zu unserem gemeinsamen Spielplatz, unter der Woche werden beinahe alle seine Sachen abends ins Kinderzimmer zurück befördert. Zur Not mit einem Besen. Und am Abend bevor die Putzfrau kommt, wird auch in seinem Zimmer der Boden leer geräumt mit dem Argument, dass wir sonst die kostbare Spielzeit am Nachmittag mit Putzen verbringen müssten.

Und ich versuche beim gemeinsamen Spielen (mit diesen mikrokleinen Legosteinen und diesen gemeinen Accessoires der Playmofiguren) immer wieder klar zu machen, dass man viel besser und schneller bauen kann, wenn man weiss, wo die richhtigen Teile sein könnten. Dafür haben wir gerade für die gefühlten Tonnen an Steinen verschiedene Kisten, in die die verschiedenen Teile einsortiert werden können.

Das mit dem Aufräumen klappt zwar noch nicht perfekt für Erwachsenen-Augen, aber mit Befehlen komme ich bei unserem Sohn ohnehin nicht weiter und so haben wir immerhin das Gefühl, dass wir uns schrittweise entgegen kommen in Bezug auf Ordnung in den gemeinsam genutzten Räumen :)

Liebe Grüsse,
Christiane
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5 von 5 (2 Bewertungen)
Antwort vom 2. Februar 2010

Nachtrag zu meinem Beitrag

Habe eben noch mal meinen Beitrag durchgelesen in
dem ich behaupte, mir sei Unordnung sympathisch.
So habe ich das nicht gemeint.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass mir
Haushalte in denen nicht immer alles perfekt ist  und
wie aus dem Ei gepellt, durchaus sympathisch sind weil
sie Leben und Aktion spiegeln.

Liebe Grüße Annette


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5 von 5 (1 Bewertung)
Antwort vom 2. Februar 2010

Kinderchaos aufräumen

Hallo liebe Emmi,

ja, ist bei uns auch der Wahnsinn. Besonders nach den Wochenenden, da wird die "Bude gerockt". Sonntagnachmittag ist mittlerweile die sogenannte Aufräumzeit bei uns, denn sonst würden wir hier "zugespielt". Unter der Woche hält sich das Chaos in den Kinderzimmern gering, da sie ja viel unterwegs sind, oder nach Besuch direkt aufgeräumt wird.

Wir haben für die Kinderzimmer diverse Kisten von Ikea angeschafft, die thematisch  von Ihnen gefüllt werden müssen, sonst finden sie nichts wieder ... Derzeit versuche ich auch jedem beizubringen sein Zimmer selber zu saugen ... Schwierig, aber nachdem ich ständig Playmobilteile mitgesaugt habe, machen sie es selbst . Aber wie Annette schon sagt, wo Kinder sind gehört eine "kreative Ordnung" dazu, ich mache da auch die Augen zu und durch ... Sonst dreht man ja durch. Ich denke, hauptsache es ist sauber, und das Wohnzimmer sowie der Salon sind in der meisten Zeit spielzeugfrei, dann passt das schon.

Viele liebe Grüße Stina
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5 von 5 (1 Bewertung)
Antwort vom 2. Februar 2010

Ordnung im kinderzimmer

Ohje,bei meiner großen ist alles ordentlich-so mag sie das selbst am liebsten..aber bei meiner 2.Tochter..
In jeder tasche wird was reingestopft,überall liegen diverse Kleinteile,papier,Kleber,Klamotten-aber dafür spielt sie immer super schön!
Als ich letztens in das Zimmer gekommen bin,hat es wahnsinnig nach Parfüm GESTUNKEN!
Als ich meine Tochter darauf angesprochen habe,meinte sie,dass sie die Fenster mit Parfüm sauber gemacht hat...so wie ich(Sidolin).

Ansonsten wird immer abends klar Schiff gemacht.Im Wohnbereich wird gebastelt und gemalt,aber die Spielsachen werden am Ende des Tages wieder hoch geräumt.
Mit 6 und 8 Jahren verlagert sich das eh mehr in die Kinderzimmer!
Herzlichst,Katili
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Mein Avatarkathrin
Antwort vom 4. Februar 2010

Schon Kleinkindern das Aufräumen selbstverständlich machen

Hi emmi,

bei meinem Sohn hatte ich richtiges Glück: Mit einem Jahr kam er zu einer Tagesmutter, die ihm das Aufräumen mit viel Liebe, sanftem Druck und Selbstverständlichkeit nachhaltig beigebracht hat - in einem Stadium, in dem ich noch eher geneigt war, "die paar Sachen" schnell hinter ihm herzuräumen. Für ihn ist seitdem das Aufräumen selbstverständlich, in der Kita wie zu Hause. Klar hat er manchmal keine Lust, aber er lässt sich immer überzeugen. Manchmal, wenn er besonders wenig Lust hat, helfe ich ihm, dann macht er mit.

Ich finde es wichtig, dass abends aufgeräumt wird, besonders außerhalb des Kinderzimmers. Klar steht immer das Bobbycar in der Ecke und die kleine Kiste mit den Tierchen neben dem CD-Player, der zurzeit rauf und runter "Hör mal im Zoo" spielt. Und selbstverständlich dürfen tolle Holzeisenbahnparcours oder sensationelle Legobauten auch mal stehenbleiben (spätestens die Putzfrau kennt dann allerdings kein Erbarmen, daran haben wir uns gewöhnt, und das ist ja vielleicht auch ganz gut), aber sonst wird zwischendurch und besonders abends immer aufgeräumt. Auch z.B., bevor ein neues Spiel beginnt. Ich mag z.B. abends auf dem Sofa das Gefühl, dass unser Wohnzimmer, unser Schlafzimmer etc. nicht nur Kinderspielzimmer, sondern auch immer noch Wohnraum für Erwachsene sind. Natürlich sieht jeder schon im Eingang an der Kindergarderobe und an Peters kleinem Fahrrad, dass hier ein Kind wohnt, aber ich kann besser entspannen, wenn ich nicht ständig auf Legosteine trete.

Jetzt ist Peter erst fast 3, und ich bin gespannt, was ich sage, wenn er in der Schule ist. Ich weiß auch von meinen Geschwistern und mir, wie unterschiedlich Kinder im Aufräumverhalten sein können. Ich find's auch wichtig, dass sich Kinder richtig austoben können - nach einem ausgiebigen Legonachmittag liegt bei uns das Lego auch wirklich überall. Aber ich glaube, wenn man konsequent und mit vielen Ritualen darauf achtet, dass Kinder IMMER auch wieder aufräumen (zumindest alles, was herrenlos herumliegt, und möglichst strukturiert - Lego in die Legokiste usw.), kann man schon einiges erreichen. Ich weiß natürlich auch, dass Kinder gegen Abend richtig müde sind, aber Zähneputzen müssen sie ja auch trotzdem.

Ich wünsche Dir viel Überzeugungsglück!

LG Kathrin
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